McFadden Freida – Die Ehefrau

Rezension

Als sich für Sylvia die Gelegenheit bietet, als private Pflegekraft tätig zu werden, ergreift sie die Chance. Victoria kann nicht sprechen, ist nicht in der Lage, eigenständig zu essen, sitzt im Rollstuhl und benötigt Hilfe. Sie findet Victorias Tagebuch und erfährt nach und nach einiges über ihr Leben.

Dieses Buch hat mich erneut mit einer eher subtilen, aber dennoch konstanten Spannung gefesselt. Sylvia widmet sich Victoria mit großer Hingabe und Geduld. Dabei wirkt Victoria beinahe apathisch und ist im Rollstuhl gefangen, während ihre Versuche zu kommunizieren unverständlich bleiben. Ihr Ehemann Adam ist sehr fürsorglich.
Besonders gelungen sind die wechselnden Perspektiven und die eingestreuten Tagebucheinträge. Je mehr Sylvia aus dem Tagebuch erfährt, desto deutlicher wird, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Diese schleichende Erkenntnis ist sehr wirkungsvoll umgesetzt und gibt nach und nach weitere Einblicke in das Eheleben. Der Schneesturm, die Abgeschiedenheit des Hauses und der Stromausfall verstärken die unheimliche Stimmung zusätzlich.

Fazit: Es ist ein Thriller mit unterschwelliger Spannung von Anfang an, der durch Atmosphäre und mehrere Twists punktet. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Besonders hervorzuheben sind die überraschenden Wendungen, und selbst am Ende gelingt es der Autorin, noch eine Überraschung einzufügen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und gebe eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Bloggerportal herzlich bedanke.

Weinhold Kirsten Gestohlene Morde

Buchvorstellung

Louisa Engels, eine einstmals gefeierte Krimiautorin, lebt zurückgezogen im beschaulichen Soest. Als bei ihr eingebrochen wird und die Erstausgaben ihrer fünf Kriminalromane gestohlen werden, ahnen sie und ihre Nachbarin, Kriminaloberkommissarin Fenja Grothe, noch nichts von dem perfiden, mörderischen Plan, den der Einbrecher verfolgt.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich herzlich bedanke.

Dominik Chris Narbensommer

Buchvorstellung

Es hätte eine Nacht voller Freude sein sollen – das Ende der Schulzeit, die erste Freiheit. Doch auf dem Heimweg von einer Abiturfeier gerät ein junger Mann in den Sog eines grausamen Verbrechens, das ihn nie wieder loslassen wird.

Jahre später: Über Frankfurt braut sich ein Sturm zusammen. Brutale Morde, gnadenlose Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Gangs und ein verheerender Anschlag drohen, die Stadt ins Chaos zu stürzen. Und zwischen den dunklen Hochhausschluchten jagt eine Bestie … Ihre Beute entkommt nur, wenn die Bestie es will.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Bastei Lübbe herzlich bedanke.

Arnold Susanne – Das Gelb der Sonnenblumen

Rezension

Margret hält Rosefield für den schönsten Ort auf der Welt und bringt kaum Verständnis dafür auf, dass Elisabeth in Urlaub möchte. Das ändert sich jedoch, als ihr Pfarrer Unterstützung benötigt, denn er will für einen Freund gestohlene Juwelen finden. Sie finden sich im Hotel Sunflower Manon in St. Ives ein und was passiert kurz nach ihrer Ankunft? Ein Mord. Hat das vielleicht etwas mit den gestohlenen Juwelen zu tun?

Dies ist bereits der fünfte Fall für das ungewöhnliche Ermittlerduo Margret und Elisabeth. Die beiden Seniorinnen geraten eher zufällig in die nächste aufregende Situation, und eigentlich wollten sie nur die gestohlenen Juwelen finden. Doch ehe sie sich dessen bewusst werden, sind sie schon wieder in einen Mordfall verstrickt.
Margret geht strukturiert und überlegt vor, während Elisabeth manchmal den Überblick verliert und vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Dies sorgt für viele unterhaltsame Momente. Die Geschichte wird aus der Sicht von Elisabeth erzählt.
Der Roman lebt stark von seinen Dialogen und sprachlichen Besonderheiten. Immer wieder überraschten mich originelle Formulierungen. Auch der Pfarrer trägt dazu bei, da er verliebt ist.

Fazit: Spannung im klassischen Sinne steht hier weniger im Vordergrund, aber es ist ein kurzweiliger und humorvoller Cosy Crime, der vor allem durch seine Charaktere und seine Sprache begeistert. Die Auflösung ist unerwartet.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Kohfink Corinna Vielleicht liebe ich dich morgen

Buchvorstellung

Nach einem schmerzlichen Verlust und langjähriger Abgeschiedenheit braucht Anja einen Neuanfang. Eine Laune des Schicksals spült sie von Hannover auf die beschauliche Schwäbische Alb – und wenig später zu einem Retreat auf Menorca bei der Persönlichkeitstrainerin Lotte.

Unter der südlichen Sonne will sie herausfinden, wer sie ist und wo sie steht. Der Wunsch, sich ihr eigenes Leben zurückzuerobern, brennt in ihr und treibt sie an.

Alles könnte sich nun fügen – wäre da nicht dieser unverschämt selbstsichere Mann, der ständig ihren Weg kreuzt und mehr mit Lotte zu tun hat, als sie zunächst ahnt.

Charmant. Berührend nah. Undurchschaubar. Scheinbar flatterhaft. Mit dieser schwindelerregenden Mischung wirbelt er Anjas Gefühlswelt durcheinander und raubt ihr den Atem.

Doch will sie sich wirklich auf ihn einlassen? Kann sie ihren Gefühlen überhaupt vertrauen? Oder folgt sie nur alten Gewohnheiten, die sie eigentlich hinter sich lassen möchte?

Anja zweifelt – und steht vor einer Entscheidung, die mehr Mut verlangt, als sie zu haben glaubt.

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Schwank Thomas

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch den sehr sympathischen Autor Thomas Schwank vorstellen.
Vielen Dank, dass Du heute mein Gast bist.

Seit unglaublichen 30 Jahren bin ich als Drehbuchautor unterwegs. In dieser Zeit habe ich für Tatort und verschiedene Krimiserien geschrieben, Psychothriller, Dramen und auch eine Komödie.

Jetzt habe ich meinen ersten Roman „NIE WIEDER OPFER: TOTGESAGT“ geschrieben, und das war eine Art Befreiung. Alles, was ich beim Drehbuchschreiben auf wenige Regieanweisungen und Dialoge eindampfen muss, konnte ich im Buch ausbreiten und „befreien“. Ich musste mich nicht darum kümmern, was im Film realisierbar oder finanzierbar ist. Genau das begeistert mich am Romanschreiben: Hier kann ich Gefühle beschreiben, die Vielschichtigkeit meiner Hauptfiguren herausarbeiten und innere Prozesse direkt in die Handlung und den Plot einfließen lassen. Wichtige Themen in diesem Thriller sind Identität, Selbstermächtigung und der Kampf von Menschen um ihren Platz im Leben.

Mein Thriller spielt größtenteils in meiner Heimatstadt Hamburg. Ich bewege mich mit meinen Figuren quer durch die Stadt, von Blankenese bis nach Rothenburgsort. „NIE WIEDER OPFER: TOTGESAGT“ beginnt an einem Ort, der mich schon als Kind extrem beeindruckt hat: dem Elbwehr Geesthacht kurz vor Hamburg. In den eiskalten Fluten kommt es zu einem brutalen Mord.

Heute lebe ich in Brandenburg, im Ruppiner Land. Hunde sind meine große Leidenschaft; ich schreibe über sie, habe einen Dokumentarfilm über die „Hundewelt“ gedreht und betreibe seit zehn Jahren die Seite DOGZINE auf Facebook.

Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Baumann Manfred Mord und Mozartkugel

Buchvorstellung

Die Festspielstadt Salzburg fasziniert: Wolfgang Amadeus Mozart, barocke Herrlichkeit, Weltkulturerbe – Millionen Gäste aus aller Welt lassen sich jedes Jahr begeistern. Doch hat dieses glanzvolle Ambiente auch dunkle Seiten? Findet man Mysteriöses oder kommt gar Unerlaubtes ans Licht, wenn man nur gründlich sucht?

20 namhafte Autorinnen und Autoren des SYNDIKATS haben sich aufgemacht, um im Vorfeld des Festivals CRIMINALE Abgründiges zu erforschen.

Das Ergebnis sind 20 kriminell spannende Geschichten aus Stadt und Land Salzburg. Mit Beiträgen von: Mina Albich, Sandra Åslund, Volker Beckert, Manfred Baumann, Wolfgang Bortlik, Christine Brand, Nadine Buranaseda, Herbert Dutzler, Katharina Eigner, Beate Ferchländer, Heike und Peter Gerdes, Andreas Gruber, Andreas Izquierdo, Lutz Kreutzer, Niemann & Goerz, Robert Preis, Jutta Profijt, Claudia Rossbacher, Gudrun Wieser und Bastian Zach.

Die CRIMINALE 2026 findet vom 6. bis 9. Mai 2026 in Salzburg statt.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Syndikat herzlich bedanke.

Klinger Christian – Giovanni, du stinkst

Rezension

Ein kleines, traumhaftes Badegewässer wird zum Schauplatz, als dort eine Leiche entdeckt wird. Giovanni Sinovats leitet die Ermittlungen. Neben seinen Schwierigkeiten mit dem Fall hat er auch mit seiner Mutter zu kämpfen, die eine Vorliebe für alles Italienische hat. Die Dorfbewohner sind nicht nur wegen der Leiche aus der Ruhe gebracht, sondern auch aufgrund eines Erdbebens und eines geldgierigen Pächters.

Dieser Roman ist kein typischer Krimi, wie bereits der Untertitel „Antikrimi“ verdeutlicht. Im Mittelpunkt stehen nicht die Ermittlungen, sondern vielmehr die Charaktere und ihr Leben in einer scheinbar perfekten Welt. Diese Idylle wird früh gestört, zuerst durch ein Erdbeben und anschließend durch eine Leiche im Wasser. Giovanni lebt noch bei seiner Mutter und wird oft an seine Grenzen gebracht. Gerade diese Beziehung bietet viel Unterhaltung. Die Einwohner des Dorfes sind alles andere als gewöhnlich und haben ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Hinter der schönen Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als es zunächst den Anschein hat. Einige tragen Geheimnisse mit sich herum, die nach und nach sichtbar werden. Zudem sorgt ein Pächter für Unruhe innerhalb der Gemeinschaft, denn er sieht in der Situation eine Chance, viel Geld zu verdienen.

Fazit: Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Geschichte lebt weniger von Spannung im klassischen Sinne, sondern von ihren Charakteren und den kleinen Abgründen, die sich hinter ihrem Alltag offenbaren.
Das  überraschende Ende hat mich verblüfft.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐

Unbezahlte Werbung da Rezensionsexemplar wofür ich mich bei Kremayr & Scheriau herzlich bedanke.

Roesler- Kleint Alfred Pfefferminzhimmel

Buchvorstellung

Ostberlin in den achtziger Jahren. Eigentlich sucht Charlotte nur einen Unterschlupf, um ungestört mit ihrem Freund aus Westberlin zu schlafen. Abhauen und nach drüben gehen kommt für sie nicht infrage. Ihre Exitstrategie sieht anders aus. Charlotte will nicht alt werden, höchstens dreißig. Live fast, love hard, die young. Bloß nicht fest binden. Schon gar nicht an einen, der seinem gewesenen Glück nachhängt. Doch ausgerechnet bei so einem ist ein Zimmer frei. Pfefferminzhimmel ist eine Reise in ein verschwundenes Land. Keine schwermütige Abrechnung, sondern eine Liebesgeschichte, die sich nur dort und dann zutragen konnte, wo Freiheit die Freiheit der Gefühle war und alles anders kam als man dachte.

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Eulenspiegel Verlagsgruppe herzlich bedanke.

Herz Tina – Sonne im Gepäck

Rezension

Tom hat einen Auftrag eines Kulturprojekts, das ihn für längere Zeit durch halb Europa reisen lässt. Seine Frau möchte nicht die ganze Zeit mit den kleinen Zwillingen allein sein und beschließt kurzerhand, ebenfalls am Kulturprojekt teilzunehmen, und die Betreuung der Kinder zu teilen. Ein Wohnmobil muss her, und schon beginnt die Reise. Doch nicht alles läuft wie erhofft. Das Camperleben zu viert ist sehr beengt, und ihr Mann scheint mehr mit seiner Kollegin beschäftigt zu sein. Von der idyllischen Atmosphäre kann hier keine Rede sein.

Dieser Roman erzählt von einem Roadtrip, der ganz anders verläuft als geplant. Valerie beginnt die gemeinsame Reise voller Vorfreude, merkt aber bald, dass Planung und Realität oft weit auseinanderliegen. Sie steht ständig unter Strom, reagiert angespannt auf jede Abweichung, sobald Chaos entsteht. Tom dagegen wirkt gelassen und in sich ruhend, was sie nervt. Ursprünglich wollten sie die Kinderbetreuung aufteilen, aber dies funktioniert nicht.

Fazit: Ein unterhaltsamer und humorvoller Roadtrip mit Gefühl und authentischen Konflikten. Kleine Längen in der Mitte werden durch eine spannende Weiterentwicklung ausgeglichen. Besonders gelungen ist das lebendige Setting, das verschiedene Orte in den Fokus rückt. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie alle an ihren Herausforderungen wachsen und sich weiterentwickeln.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da Rezensionsexemplar, wofür ich mich bei Heyne Verlag herzlich bedanke.